Für Anspruchsvolle
klassische Musik. Gegen
Sparzwang und Kultur-
Abbau.

»Bürger pro A« verfolgt das Ziel, die musikalische Qualität und kreative Schaffenskraft des Kasseler Staatsorchesters langfristig zu sichern. Der Förderverein wurde 1995 gegründet, als engagierte Bürgerinnen und Bürger unter der Führung des heutigen Ehrenvorsitzenden Hans Krollmann sich nicht mit der drohenden Herabstufung des Staatsorchesters abfinden wollten. Seitdem steht »pro A« für unser Engagement zugunsten anspruchsvoller klassischer Musik in Kassel. Denn eine lebendige Kultur ist Grundlage einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

Bis heute sind wir mit unserer Arbeit erfolgreich, doch weiter drohen Sparzwang und Kulturabbau. Das Staatsorchester Kassel braucht unsere fortwährende Unterstützung, um auch in Zukunft auf höchstem Niveau musizieren zu können - und auch weiterhin Sinfoniekonzerte, Kammermusik und Kinderkonzerte zusätzlich zum Opernbetrieb zu spielen. So werden Kassel und die Region dauerhaft um ein wichtiges Stück Kultur bereichert.

Dr. Wendelin Göbel,
1. Vorsitzender
»Bürger pro A« e.V.

»Der Verein unterstützt maßgeblich die Jugendarbeit des Orchesters, er fördert besondere Konzertereignisse – u.a. das Mahler-Fest 2016 – und er bringt mit rund 600 Mitgliedern eine gewichtige Stimme ein, wenn es um die Wahrung der Orchesterinteressen geht und damit um eine zentrale kulturelle Einrichtung unserer Stadt Kassel. ›Bürger pro A‹ setzt sich erfolgreich für das Kasseler Staatsorchester ein, für dessen Vielfalt, Qualität und Perspektive.« 

Hans Eichel,
stellvertretender Vorsitzender
»Bürger pro A« e.V.

»Kassel hat eine große kulturelle Tradition. Dazu gehört das Staatsorchester, eines der ältesten Europas. Kassel besitzt das einzige Dreispartentheater zwischen Frankfurt und Hannover, Dortmund und Erfurt. Staatstheater und Staatsorchester leisten Hervorragendes. Das darf nicht gefährdet werden.

Überhaupt: Deutschland ist ein Kulturstaat, das macht auch unsere Kreativität, unsere Innovationskraft aus, ist Basis unseres Wohlstands. Deutschland ist eines der reichsten Länder  der Erde, unser Wohlstand nimmt jährlich zu, es wäre eine Armutszeugnis für uns, ja eine Gefährdung unserer Zukunft, wenn die Qualität unseres kulturellen Lebens kaputt gespart würde.«

Hans Krollmann †,
Gründer und Ehrenvorsitzender
»Bürger pro A« e.V.

»1995 sollte das Staatsorchester Kassel nach TVK B zurückgestuft werden. Das haben wir, das haben Sie als Mitglieder unserer Initiative verhindert. Heute ist klar, dass die hessischen Staatsorchester gleich behandelt werden. Die Vorstellung, die Bezahlung der Orchestermusiker könne abhängig sein von der Zahlungskraft der jeweiligen Partnerstadt ist vom Tisch. 
Wir sind uns sicher, dass die Aufrechterhaltung des A -Status für die Besetzung der freigewordenen Orchesterstellen seit 1996 von entscheidender Bedeutung war. Unser Orchester steht glänzend da. Bürger Pro A hat sich gelohnt.« 

Leonhard Scheuch,
Ehrenvorsitzender
»Bürger pro A« e.V.

»Welche Stadt kann sich einer mittlerweile 510jährigen Orchestertradition rühmen! Diese zu wahren, zu verteidigen und auf höchstem Niveau weiter zu pflegen, war Anlass zur Gründung von »Bürger pro A«. Der Verein hat dem Orchester neue Anerkennung und Sicherheit gegeben.

Die Orchestermitglieder sind hoch motiviert, strahlen spürbar Begeisterung aus und haben in den letzten Monaten neue Wege zur Kommunikation mit ihrem Publikum gesucht und – begleitend unterstützt durch den Verein – auch gefunden: so tragen wir alle gemeinsam zu einer lebendigen offenen Musikkultur in unserer Stadt bei.«

Francesco Angelico,
Generalmusikdirektor,
Staatsorchester Kassel

»Bürger pro A“ wurde aus der Not geboren, um eine Herabstufung des Staatsorchesters zu verhindern. Dank seines Engagements dürfen wir heute einem gesunden Klangkörper lauschen, der aber, wie auch der menschliche Körper, stetig umsorgt werden will, und nicht erst, wenn Verschlechterung droht. Daher ist die Arbeit des Vereins nach wie vor nicht hoch genug einzuschätzen. „Bürger pro A“ heißt nicht nur Unterstützung für das Staatsorchester, sondern Vielfalt und Nachwuchs. Das ist eine große Bereicherung für das Staatstheater und die Stadt Kassel.«

Bertram Hilgen,
ehem. Oberbürgermeister
von Kassel

»Deutschland ist auch ein Kulturstaat. Deshalb ist die Förderung von Kunst und Kultur keine beliebige Aufgabe, sondern gehört zum Kernbestand staatlichen und kommunalen Handels.«

Daniela, 8 Jahre,
Konzertbesucherin,
Grundschule Vollmershausen

»Liebes Orchester,
ihr habt alle super getantzt und gespielt.
Die Musik war wunderschön. Auch ihr Tänzer wart super.
Liebe Frau Betzl, sie waren auch sehr gut.

Viele Grüße, Daniela«

Patrik Ringborg,
Dirigent

»Das Staatsorchester Kassel ist ein Mosaik, das durch viele facettenreiche Steine seine intensive Leuchtkraft bekommt. Diese Steine sind die Musiker, aus denen ein Orchester besteht. Freuen Sie sich auf die Begegnung mit 79 verschiedenen Künstlerpersönlichkeiten!

 Dass ein Dirigent vom Publikum wahrgenommen wird, ist kein Wunder – es ist schwer, ihn zu übersehen. Es freut mich aber jedes Mal, wenn ich merke, dass unser Publikum auch zu den einzelnen Musikern ein Verhältnis aus der Ferne entwickelt. Sofort wird bemerkt, wenn nicht "unsere Soloflötistin" oder "Herr So-und-so" am gewohnten Platz sitzt.

Hoffentlich trägt diese neue Internetpräsenz dazu bei, diese Beziehung zu vertiefen! Viel Spaß beim Surfen auf der Welle der Musik!«

Yoel Gamzou,
Dirigent

»Im Mai 2011 wurde ich sehr kurzfristig angefragt, beim Staatsorchester Kassel einzuspringen und die 9. Symphonie von Gustav Mahler zu dirigieren. Ein Angebot, das nach einem gewöhnlichen Konzert klang, ist ein unvergessliches Erlebnis geworden. Die Zusammenarbeit mit dem Kasseler Orchester war eine der schönsten, erfüllendsten und inspirierendsten Momente, die ich in meiner Karriere erlebt habe. Eine sehr besondere Mischung von höchster musikalischer Leistung, sehr wertvollen menschlichen Qualitäten, einer selten zu findenden Ernsthaftigkeit bei der Probenarbeit, aber vor allem einer beeindruckenden Leidenschaft für die Musik, machen das Kasseler Orchester zu einem der besten Orchester, mit denen ich je gearbeitet habe.

In einer Zeit, in der man sich oft fragt, warum die Konzertsäle langsam leerer und leerer werden, hat das Kasseler Orchester in seiner unvergesslichen Aufführung von Mahlers zeitloser 9. Symphonie eine klare Antwort gegeben: So soll Musik gespielt werden, damit unser Publikum sich auch dafür interessiert und wir in ein paar Jahrzehnten überhaupt noch eines haben. Es ist mir eine große Ehre und eine sehr große Freude, bei diesem sehr besonderen Orchester als erster Gastdirigent tätig zu sein.«

Marc Piollet,
Dirigent

»Ich habe immer große Freude daran gehabt mit Ihrem Orchester zu musizieren und es war für mich eine grosse Ehre bei den zwei ProA-Konzerten die ich dirigieren durfte, mich ein wenig an den Aktivitäten des Vereins zu beteiligen. Ich bin immer beeindruckt gewesen über eine ganz besondere "menschliche" Haltung oder besser gesagt über die " Ethik" die vom Orchester in Kassel spürbar von der "Gemeinschaft" der Musiker vertreten wird. Und zwar in alle möglichen Ebenen: Musikalisch natürlich, aber eben auch menschlich UND politisch. Ich habe persönlich davon in meiner Kasseler Zeit sehr profitiert und ich bedanke mich dafür hier nochmals ausdrücklich.«

Jörg Halubek,
Dirigent, Cembalist
und Organist

»Mit großer Offenheit, mit Interesse und persönlichem Engagement haben die Musiker des Kasseler Staatsorchesters die Ideen der historisch informierten Aufführungspraxis zum Leben und Klingen gebracht. Der feine, durchhörbare Klang der Streicher und das Bewusstsein für Artikulation in den Bläsergruppen veredeln barocke Partituren. Ein große Freude bei jeder Vorstellung!«

Prof. Dr. Peter Ruzicka,
Dirigent und
Komponist

»Ich spreche den Musikern des Staatsorchesters Kassel nach unserer gemeinsamen Konzertwoche aus Anlass der Eröffnung des Kasseler Mahlerfestes auf diesem Wege noch einmal meinen Dank für ihre wirklich großartige künstlerische Leistung aus. Die Aufführung der 9. Symphonie von Mahler war für mich ein besonders bewegendes Ereignis, weil sich das Ergebnis unserer intensiven Probenarbeit auf das Schönste entfaltete. Das Staatsorchester Kassel darf sich gewiss zu den besten deutschen Klangkörpern rechnen.«

Adam Fischer,
Dirigent

»Ein über 500 Jahre altes Orchester ist sogar in Deutschland etwas ganz besonderes, obwohl dies das Land ist, auf welches das Ausland neidisch blickt, wo man auf Schritt und Tritt auf Orchester und Theater mit einer Tradition trifft, die ihresgleichen sucht. Und Traditionen sind etwas, das ein Orchester am lebendigsten weiterführen und bewahren kann. Dort, wo Künstler von verschiedenen Generationen miteinander musizieren und dadurch eine viel persönlichere und intensivere Beziehung zu einander entwickeln, als alle anderen Gruppierungen das vermögen.500 Jahre lebendiger Musiktradition, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!In Kassel versteht man am natürlichsten den Satz des Hans Sachs aus den MEISTERSINGERN: "Zerging in Dunst das heil‘ge römische Reich, uns bliebe gleich die heil‘ge deutsche Kunst."Wobei die deutsche Kunst und Kulturtradition lange nicht nur den Deutschen gehört, sie gehört uns allen, sie gehört der Welt. Als Dirigent möchte ich nur noch sagen:  das Kasseler Orchester hat auf jeden Fall eine inspirierende Qualität, die für jeden Dirigenten eine Herausforderung ist. Wir sind verpflichtet, diese Möglichkeiten zu nutzen. Wenn das Spiel des Orchesters auf den Zuhörern nicht ergreifend und bewegend wirkt, soll man die Schuld bei uns, nicht bei den Musikern suchen.«

Claudia Berge und Oliver Charles,
"Grabenbesucher"

»Wir kommen gerade von der Probe zur "Rache der Fledermaus "und waren begeistert von unserem ersten Mal im "Graben". Auf diesem Weg  also nochmal vielen Dank für diesen tollen Abend und wir freuen uns auf ein nächstes Mal...«

 

Anja Bihlmaier,
1. Kapellmeisterin

»Das Schöne bei der Arbeit mit dem Staatsorchester ist die große Offenheit und Neugier: den Werken gegenüber und untereinander. Bei einer Probe arbeiten wir intensiv an den verschiedensten Details eines Werkes, begeben uns auf eine gemeinsame Suche nach so etwas wie der „Wahrheit“ eines Stücks. Es ist wunderbar, wie risikofreudig die Kasseler Musiker sind: hier herrscht eine Atmosphäre, in der wir alle – schöpferisch wie selbstkritisch zugleich – gegenseitig auf Angebote und Interpretationsvorschläge der anderen reagieren können. Wir nähern uns dadurch schnell einer gemeinsamen Idee. Diese Intensität, die viel mit Leidenschaft zu tun hat, funktioniert nur mit großer gegenseitiger Wertschätzung und Sensibilität füreinander. Auf Augenhöhe, mit Liebe zur Sache aber auch mit einem bestimmten Ehrgeiz, diese Sache nach vorne zu treiben. Bei einem Konzert oder einer Aufführung kommt dann noch das Publikum dazu: wenn wir eine Zäsur machen und alle Zuhörer im Saal mit den Atem anhalten, dann ist der Moment geglückt …«